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Herstellung von EmailleEmaille ist eine anorganische, glasartige Masse, die bei Temperaturen über 550 °C meist auf Metall aufgeschmolzen wurde und mit diesem eine feste, fast unlösbare Verbindung eingegangen ist. Als Trägermaterial für das Emaillieren von Schmuck werden Kupfer, Silber, Gold und Glas verwendet, für das Emaillieren von Haushaltsartikeln, wie Küchenherde oder Töpfe, Badewannen usw. wird kohlenstoffarmer Stahl verwendet. Das Wort Emaille ist entstanden aus dem althochdeutschen smelzan = Schmelze (englisch: smelt); im Französischen wurde daraus émail. Im Deutschen sind heute die Wörter "das Email" oder "die Emaille" gebräuchlich. Eine Emaillierung ist der Verbundwerkstoff, der aus einem Email (Emaille) und dem Träger(material) besteht. Herstellung von Emails und EmaillierungenDie Emaille-Rohmasse wird im Wesentlichen aus 34 % Borax, 28 % Feldspat, 5 % Flussspat, 20 % Quarzsand der Körnung 0,1 - 0,4 mm und 6 % Soda hergestellt. Hinzugegeben werden je nach gewünschter Eigenschaft Kobalt-, Mangan-, Nickeloxid usw. Diese Rohstoffe werden zunächst in Mühlen zerkleinert und fein gemahlen. Das "Mehl" wird in einem Drehrohrofen auf 1.080 - 1.250 °C erhitzt, so dass die einzelnen Einsatzstoffe zu einer homogenen Masse zusammenschmelzen. Nach ca. 2 Stunden wird die "Schmelze" in kaltem Wasser abgeschreckt. Dadurch erstarrt die "Schmelze" und zerspringt in etwa 2 mm große glasklare Körner, die sog. Emailfritten. Die Emailfritte wird getrocknet und in Trommelmühlen zusammen mit Ton und Quarzmehl (z. B. Mahlfeinheit M 6) sowie 30 % bis 40 % Wasser zu einer Suspension vermahlen, die Emailschlicker genannt wird und in der die Körnchen noch eine Größe von etwa 0,02 mm besitzen.
Der Herstellprozess ist nachstehend in einem Fließbild dargestellt:
Es wird stets eine Grundemail-Schicht auf das Trägermetall aufgeschmolzen und eingebrannt, um die Haftung des Emails auf dem Metall zu gewährleisten. Diese Haftung entsteht durch chemische Reaktionen von Kobalt- und Nickeloxid, die in die Grundemails eingeschmolzen wurden. Bei der Emaillierung von Stahl ruft diese chemische Reaktion mit dem Eisen im Stahl eine blaue Farbe der Grundemailschicht hervor. Die Deck-Emails werden unterteilt in Weiß-Emails und Transparent-Emails. Die Farbe von Emaillierungen entsteht hauptsächlich durch 2 Verfahrensweisen.
Geschichte der EmailleDie ältesten Emaillearbeiten sind aus Grabfunden der Mykene-Zeit um 1.800 v. Chr. bekannt. Damals wurden Goldplatten emailliert. Einen ersten Höhepunkt erreichte die Emailtechnik bei den Kelten, die sie in ihrem Kunsthandwerk über 1.200 Jahre bis 800 n. Chr. verwendeten. Spannend liest sich die Beschreibung der keltischen Emailtechnik des Griechen Philostratos (170 - 249 n. Chr.): "Die Barbaren am Ozean gießen Farben auf glühendes Erz. Die Farben gerinnen dann und werden hart wie Stein."
(aktualisiert im Januar 2007) |
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