Umweltzertifikat des Dualen Systems Deutschland (Der Grüne Punkt)

B2C-Anteil ausgewiesen

EUROQUARZ hat das Umweltzertifikat 2025 des Dualen Systems Deutschland (Der Grüne Punkt) erhalten. Das Zertifikat bestätigt, dass EUROQUARZ durch die Teilnahme am dualen System zur Verwertung von Verkaufsverpackungen messbar zu Umweltentlastungen beigetragen hat. Laut Zertifikat wurden für das Jahr 2025 folgende Einsparungen ausgewiesen:

CO₂-Äquivalente:                                           1.867 kg

Phosphat-Äquivalente:                                         4 kg

Primärenergie:                                                      64 GJ

Schwefeldioxid-Äquivalente:                              5 kg

 Zusätzlich wird im Zertifikat erläutert, dass die vermiedene CO₂-Menge in etwa der Filterleistung von 1.867 m² Wald pro Jahr entspricht (Berechnungsgrundlage: „Umweltbilanz Der Grüne Punkt 2024“, wissenschaftlich erstellt durch IFEU Heidelberg). 

Wichtig: Die ausgewiesenen CO₂-Äquivalente bilden nur einen Teil der tatsächlichen EQ-Verpackungsleistung ab

Die im Zertifikat dargestellten CO₂-Äquivalente beziehen sich ausschließlich auf den Teil der EUROQUARZ-Verpackungen, der im B2C-Geschäft (private Endverbraucher) anfällt – also auf systembeteiligungspflichtige Verkaufs-/Versandverpackungen im Sinne des Verpackungsrechts.

Im B2B-Geschäft werden Verpackungen bei EUROQUARZ getrennt und über spezialisierte Rücknahmesysteme erfasst:

  • Kunststoffverpackungen (PE): Meldung/Abwicklung über das RIGK-System
  • Papierverpackungen: Meldung/Abwicklung über REPASACK

Damit ist klar: Das Zertifikat zeigt einen validen, aber bewusst begrenzten Ausschnitt – die gesamt bei EUROQUARZ erreichten Verpackungs- und CO₂-Effekte liegen (durch den großen B2B-Anteil) entsprechend höher.

Kurzüberblick: Rechtlicher Hintergrund (warum es diese Systeme gibt)

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) verpflichtet Unternehmen, die mit Ware befüllte Verpackungen in Verkehr bringen, je nach Verpackungsart/Anfallstelle zur Finanzierung/Organisation der Rücknahme und Verwertung. Für Verpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen, gilt die Systembeteiligungspflicht: Unternehmen müssen sich dann an einem behördlich zugelassenen dualen System beteiligen und Daten melden. 

Für Verpackungen, die typischerweise im gewerblichen Bereich anfallen (B2B), werden Rücknahme und Verwertung häufig über branchenspezifische Rücknahmelösungen organisiert – z. B. für bestimmte Kunststoff- oder Papiersackströme. 

Gegenüberstellung
SystemFokus / typische AnfallstelleMaterial-/VerpackungsfokusZweck bei EUROQUARZ (vereinfacht)

Duales System Deutschland 

(Der Grüne Punkt)

 

B2C (private Endverbraucher; Verkaufs-/Versandverpackungen)Breites Spektrum an VerkaufsverpackungenAbdeckung des B2C-Anteils; Grundlage für das Umweltzertifikat

RIGK-System

 

B2B (gewerbliche/industrielle Endverbraucher)u. a. Kunststoff-VerpackungenRücknahme-/Recyclingweg für PE-Kunststoffverpackungen im B2B

REPASACK

 

B2B (Hersteller/Abfüller/Handel, v. a. Papiersackströme)Papiersäcke / papierbasierte VerpackungenRücknahme-/Verwertungsschiene für Papierverpackungen im B2B
Einordnung:

Duale Systeme sind der Standardweg für systembeteiligungspflichtige B2C-Verpackungen (Gelber Sack/Tonne & Co.). 

RIGK positioniert sich als bundesweites Rücknahmesystem für gebrauchte Verpackungen aus dem gewerblich-industriellen Bereich (insbesondere bei lizenzierten Verpackungen). 

REPASACK ist ein Rücknahmesystem für Papiersäcke, das die Entsorgung/Verwertung „im Sinne des Verpackungsgesetzes“ dokumentiert und Pflichten effizient abbilden soll.